Dokumentenmanagement · E-Rechnung
E-Rechnung. Pflicht ab 2025. Sicher umgesetzt.
Empfang ist seit Januar 2025 Pflicht, der Versand folgt bis 2028. Wir bringen Sie rechtssicher durch die Umstellung – in typisch sechs Wochen, mit Förderung.
Inhalt
Aktualisiert Juni 2026 · ca. 12 Min. Lesezeit · von Martin Hofmann, Geschäftsführer z1Digital
Kurz & direkt
Pflicht-Timeline 2025 → 2028: was wann gilt
Die E-Rechnungs-Pflicht kommt nicht auf einen Schlag, sondern gestaffelt. Diese vier Stichtage sollten Sie kennen:
- 01.01.2025
Alle B2B-Unternehmen
Empfangs-Pflicht für E-Rechnungen – keine Übergangsfrist, kein Widerspruchsrecht.
- 01.01.2027
Umsatz > 800.000 € (Vorjahr)
Versand-Pflicht – Rechnungen an inländische B2B-Kunden nur noch als E-Rechnung.
- 01.01.2028
Alle übrigen B2B-Unternehmen
Versand-Pflicht für sämtliche B2B-Rechnungen.
- dauerhaft
Kleinunternehmer § 19 UStG
Vom Versand befreit – müssen aber empfangen können.
Ausnahmen vom Pflicht-Bereich: Kleinbetrags-Rechnungen unter 250 €, Rechnungen an Nicht-Unternehmer (B2C) sowie an juristische Personen, die keine Unternehmer sind.
Was eine E-Rechnung wirklich ist
Hier liegt das häufigste Missverständnis. Eine E-Rechnung ist kein PDF, keine eingescannte Papier-Rechnung und keine per E-Mail versendete Tabelle.
Definition
E-Rechnung
Ist eine PDF-Rechnung eine E-Rechnung?
Nein. Eine PDF-Rechnung – auch per E-Mail versendet – ist seit dem 01.01.2025 keine E-Rechnung im Sinne der Pflicht. Ein PDF enthält visuelle Informationen fürs Auge, aber keine strukturierten Maschinen-Daten; die Verarbeitung bräuchte fehleranfällige OCR-Erkennung.
Die Ausnahme: Ein ZUGFeRD-PDF ist eine E-Rechnung, weil es zusätzlich zum Sichtteil eine eingebettete XML-Datei enthält. Optisch ein normales PDF, technisch eine vollwertige E-Rechnung.
Unsere E-Rechnung-Umstellung in 7 Schritten
So bringen wir Sie von der ersten Bestandsaufnahme bis zum produktiven Versand – herstellerunabhängig und förderfähig.
- 1 1–2 Werktage
Status-Check: Wo stehen Sie?
Wir prüfen Ihre Rechnungs-Praxis: Erstellen Sie manuell oder mit Software? Welches Format verlässt heute Ihr Haus? Welche Buchhaltung (DATEV, SAP, Sage)? Welche Formate erwarten Ihre wichtigsten B2B-Kunden?
- 2
Format-Entscheidung
Wir empfehlen das passende Format: Bundesbehörden → XRechnung, B2B-Mittelstand → ZUGFeRD, international → Peppol BIS.
- 3
Software-Auswahl
Software-unabhängig: DATEV (bei Steuerberater-Anbindung), sevdesk/Lexoffice/easybill (KMU bis 50 MA), SAP/Sage/Dynamics (ERP) oder humbee als integrierte DMS-Lösung. Wir empfehlen, was zu Ihren Prozessen passt.
- 4
Empfangs-Prozess einrichten
Empfangs-Postfach, Workflow Posteingang → Vorprüfung → Buchhaltung → Archivierung, GoBD-konforme Aufbewahrung (10 Jahre, unveränderbar), Integration ins DMS.
- 5
Versand-Prozess vorbereiten
Auch wenn die Versand-Pflicht erst 2027/2028 greift: Vorlage umstellen, Test-Versand an Geschäftspartner validieren, schrittweiser Roll-Out – weil Kunden zunehmend E-Rechnungen verlangen.
- 6
Schulung & Anwender-Befähigung
2-stündige Anwender-Schulung für Erstellung und Empfang, schriftliche Verfahrens-Dokumentation, Geschäftsführer-Briefing zu Compliance-Fragen.
- 7
Förder-Antrag stellen
Die Beratungs-Anteile sind förderfähig – BAFA-Unternehmensberatung, Thüringer Beratungsrichtlinie, go-digital. Wir stellen den Antrag mit.
Gesamt-Dauer: typisch sechs Wochen vom Status-Check bis zum produktiven Versand.
Themen im Detail
Zu den häufigsten Detail-Fragen rund um die E-Rechnung haben wir eigene Seiten:
E-Rechnung empfangen
Empfangs-Postfach und Workflow rechtssicher aufsetzen — die Pflicht, die jedes B2B-Unternehmen seit 2025 trifft.
Mehr erfahren VersandE-Rechnung erstellen
Strukturierte Rechnungen erzeugen und versenden — Vorlagen, Test-Versand und Roll-Out vor der Versand-Pflicht.
Mehr erfahren FormateXRechnung, ZUGFeRD & Peppol
Die drei EN-16931-Formate im Vergleich — welches zu Behörden, B2B-Mittelstand oder internationalem Austausch passt.
Mehr erfahren SoftwareSoftware-Vergleich
sevdesk, Lexoffice, DATEV, ERP oder humbee — die passende E-Rechnungs-Software nach Unternehmensgröße.
Mehr erfahren DATEVE-Rechnung mit DATEV
E-Rechnungs-Plattform, -Postfach und DATEV Unternehmen online — die integrierte Lösung für Kanzlei-Mandanten.
Mehr erfahren § 19 UStGE-Rechnung für Kleinunternehmer
Vom Versand befreit, aber empfangs-pflichtig — was Kleinunternehmer konkret umsetzen müssen.
Mehr erfahren VereinE-Rechnung für Vereine
Empfangs-Pflicht für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe — was gemeinnützige Organisationen beachten müssen.
Mehr erfahrenWas die E-Rechnung für Ihre Branche bedeutet
Kleinunternehmer nach § 19 UStG
Sie müssen empfangen können, aber nicht versenden – die Versand-Pflicht greift für Sie dauerhaft nicht. Wer freiwillig E-Rechnungen versendet, hat einen Vorteil bei B2B-Kunden, die nur noch elektronische Rechnungen akzeptieren.
Vereine und gemeinnützige Organisationen
Empfangs-Pflicht ab 2025 für jeden wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb oder Zweckbetrieb. Versand-Pflicht nur bei steuerpflichtigen B2B-Leistungen – reine Mitgliedsbeiträge oder ideelle Tätigkeiten fallen nicht darunter.
Steuerberater und Kanzleien
DATEV bietet mit E-Rechnungs-Plattform und -Postfach eine integrierte Lösung; für Mandanten wird DATEV Unternehmen online der zentrale Zugangspunkt. Details dazu auf unserer Seite E-Rechnung mit DATEV.
Maschinenvermietung, Handwerk, Bau
Hohe Rechnungs-Volumina an gewerbliche Kunden – die Versand-Pflicht 2027/2028 trifft diesen Sektor besonders. Die Übergangsphase früh nutzen und Workflows automatisieren.
Was eine E-Rechnung enthalten muss
Eine E-Rechnung muss dieselben gesetzlichen Pflichtangaben enthalten wie eine Papier-Rechnung – nur eben strukturiert im XML. Das strukturierte Format gibt diese Felder vor; bei sauber aufgesetzter Software entsteht für Sie kein zusätzlicher Compliance-Aufwand:
- Vollständiger Name und Anschrift von Aussteller und Empfänger
- Steuernummer oder USt-IdNr. des Ausstellers
- Rechnungsdatum und fortlaufende Rechnungsnummer
- Leistungs- bzw. Lieferzeitpunkt
- Menge und Bezeichnung der Lieferung oder Leistung
- Entgelt, Steuersatz und Steuerbetrag
- ggf. Hinweise zu Skonto-Vereinbarungen und Aufbewahrung
Die 3 häufigsten Fehler bei der Umstellung
- Glauben, eine PDF reicht. Tut sie nicht. Das BMF-FAQ ist eindeutig: Ab 2025 muss die Rechnung strukturiert sein.
- Empfang erst beim ersten echten Eingang aufsetzen. Zu spät – ohne Workflow drohen Fristverstöße, Zahlungsverzug und Compliance-Probleme.
- Software-Lizenz kaufen, ohne Prozess zu definieren. Eine Lizenz allein löst keine Pflicht-Frage, wenn die Anwender den Workflow nicht kennen.
Förderung für die Umstellung
Die Beratungs- und Schulungs-Anteile sind mehrfach förderfähig:
| Programm | Was wird gefördert | Förderquote |
|---|---|---|
| BAFA-Unternehmensberatung | Strategie + Konzept | 80 % in Thüringen, max. 2.800 € |
| Thüringer Beratungsrichtlinie | Umsetzungs-Begleitung | 50 %, 475 €/Tag |
| go-digital | komplettes Beratungs-Paket | 50 % auf bis 16.500 € |
| ESF Plus | Anwender-Schulungen | 30–80 % je Modul |
- 6 Wochen
- typische Dauer der Umstellung
- ab 1.500 €
- Eigenanteil mit Förderung (KMU, 20 MA)
- 72 %
- Förderquote im Rechenbeispiel
- 80+
- erfolgreiche Förderanträge durch z1Digital
Quelle: Rechenbeispiel Thüringer KMU (20 MA), 2026
Rechenbeispiel (Thüringer KMU, 20 MA): Beratungs-Paket 6.500 € netto, minus BAFA-Förderung (2.800 €) und Thüringer Beratungsrichtlinie (1.900 €) ergibt einen Eigenanteil von 1.800 € – eine Förderquote von 72 %.
Ratgeber zum Thema
Sie möchten sich zunächst nur informieren? Unsere Ratgeber erklären die Grundlagen herstellerneutral:
- Ratgeber-Übersicht E-Rechnung – alle Artikel zu Pflicht, Formaten und Software
- Was ist eine E-Rechnung? – die Grundlagen verständlich erklärt
- E-Rechnung-Pflicht 2025/2026 – der vollständige Stichtage-Plan
Die E-Rechnung ist Teil unserer Säule Dokumentenmanagement & DMS – dort finden Sie DMS-Auswahl, digitale Archivierung und das papierlose Büro im Überblick.
Kostenloses Tool
Drei Fragen genügen: Der E-Rechnung-Pflicht-Check zeigt sofort, welche Pflichten ab wann für Sie gelten – ohne Anmeldung.
Quellen
- Bundesfinanzministerium – Fragen und Antworten zur E-Rechnung · abgerufen 06/2026
- E-Rechnung in der Bundesverwaltung (e-rechnung-bund.de) · abgerufen 06/2026
- Wachstumschancengesetz, § 14 Abs. 1 Satz 2 UStG – gesetzliche Grundlage der E-Rechnungs-Pflicht
FAQ
E-Rechnung: häufige Fragen
Was genau ist eine E-Rechnung – anders gesagt: kein PDF?
Muss ich alle Rechnungen ab 2025 elektronisch versenden?
Welche Software brauche ich konkret?
Wie lange dauert die Umstellung?
Was kostet die Umstellung netto?
Gilt die E-Rechnungs-Pflicht auch im B2C?
Was passiert mit Rechnungen unter 250 €?
Kann ich Excel-Rechnungen weiter verwenden?
Wie sichere ich die GoBD-konforme Archivierung?
Wer kann mir bei der Umstellung helfen?
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Sind Sie schon E-Rechnungs-bereit?
Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch prüfen wir Ihren Status, empfehlen Format und Software und kalkulieren direkt die Förderung.