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E-Rechnung · Software-Vergleich

E-Rechnung-Software 2026. Welche Lösung passt zu Ihnen? 

sevdesk, Lexoffice, DATEV, easybill, humbee oder ERP – wir vergleichen herstellerneutral und empfehlen, was zu Größe, Buchhaltung und Volumen passt. Kein Affiliate, keine Hersteller-Bindung.

Inhalt

Aktualisiert Juni 2026 · ca. 9 Min. Lesezeit · von Martin Hofmann, Geschäftsführer z1Digital

Kurz & direkt

Die wichtigsten E-Rechnungs-Tools 2026 für deutsche KMU: sevdesk (Test-Sieger, ab 7,90 €/Monat), Lexoffice (DATEV-kompatibel), DATEV Auftragswesen next (für Mandanten mit DATEV-Steuerberater), easybill (volumen-orientiert), Billomat (für Freelancer), Papierkram (kostenfreie Basis), SAP / Microsoft Dynamics / Sage (Mittelstand-ERP) und humbee (integrierte DMS-Lösung). Alle beherrschen XRechnung und ZUGFeRD; bei Peppol gibt es Lücken. Die Wahl hängt von Größe, Buchhaltungs-Anbindung und Volumen ab – z1Digital berät herstellerneutral.

Software im direkten Vergleich

Übersicht der gängigen E-Rechnungs-Tools 2026 nach Eignung, Preis und Format-Unterstützung:

SoftwareEmpfohlen fürPreis ab/MonatXRechnungZUGFeRDPeppolDATEV-AnbindungHosting
sevdeskSolo + KMU bis 20 MA7,90 €jajateilweiseExportDE-Cloud
LexofficeKMU bis 50 MA7,90 €jajateilweiseExportDE-Cloud
DATEV Auftragswesen nextDATEV-Mandantenca. 15–30 €jajaja (ab Mitte 2026)nativDATEV-Cloud
easybillKMU mit hohem Volumen9 €jajaneinExportDE-Cloud
BillomatFreelancer + Solo5 €jajaneinExportDE-Cloud
PapierkramKleinunternehmer, Vereine0 € (Basic)jajaneinExportDE-Cloud
SAPMittelstand 250+ MAindividuelljajajaSchnittstelleOn-Premise / Cloud
Microsoft DynamicsMittelstand 100+ MAab ca. 80 €jajajaSchnittstelleCloud
SageMittelstand-Buchhaltungab ca. 45 €jajateilweiseExportDE-Cloud / On-Premise
humbeeIntegriertes DMS + E-Rechnungindividuelljajaüber Add-onSchnittstelleDE-Cloud / On-Premise

Stand Mai 2026. Bei Peppol prüfen wir den jeweils aktuellen Stand monatlich – viele Anbieter erweitern derzeit ihre Peppol-Anbindung.

Welche Software für welches Profil

Profil A – Solo, Freelancer, sehr kleine Unternehmen (< 5 MA)

Empfehlung: sevdesk oder Billomat. Niedrigste Einstiegspreise (5–7,90 €/Monat), einfache Bedienung ohne Schulung, E-Rechnung in allen Tarif-Stufen, reine Cloud-Lösung ohne IT-Aufwand. sevdesk gewinnt knapp wegen Test-Sieger-Status und stabilerer XRechnung-Implementierung, Billomat hat den niedrigsten Preis.

Profil B – Kleinunternehmen mit 5–20 MA

Empfehlung: Lexoffice oder sevdesk. Beide bieten saubere DATEV-Export-Schnittstellen für die Steuerberater-Anbindung. Lexoffice hat bessere Reporting-Funktionen, sevdesk die etwas bessere E-Rechnungs-Implementierung.

Profil C – Mittelständler mit DATEV-Anbindung

Empfehlung: DATEV Auftragswesen next + DATEV E-Rechnungs-Plattform. Wer ohnehin DATEV Unternehmen online nutzt – im Thüringer Mittelstand der häufigste Fall – sollte bei DATEV bleiben. Der durchgängige Workflow zwischen Mandant und Steuerberater spart 4–6 Buchhaltungs-Tage pro Monat. Die Plattform-Versand-Funktion ab Mitte 2026 macht ein externes E-Rechnungs-Postfach unnötig. Mehr dazu unter DATEV E-Rechnung im Detail.

Profil D – Mittelständler ohne DATEV (ERP-basiert)

Empfehlung: SAP, Microsoft Dynamics oder Sage – je nach Bestands-System. Wer auf einem ERP-System arbeitet, sollte dessen E-Rechnungs-Funktion nutzen statt parallele Tools. Alle drei großen Anbieter haben funktionierende E-Rechnungs-Module für 2025/2026; bei Bedarf lässt sich ein zusätzliches Peppol-Modul für internationale Geschäftspartner dazubuchen.

Profil E – Verein/Verband mit niedrigem Rechnungs-Volumen

Empfehlung: Papierkram oder Lexoffice. Papierkram hat einen kostenfreien Basis-Tarif und ist explizit auf Vereine ausgerichtet. Bei wachsendem Volumen oder Bedarf an DATEV-Export ist Lexoffice die nächste Stufe. Details unter E-Rechnung für Vereine.

Profil F – Großes Rechnungs-Volumen (> 500 Rechnungen/Monat)

Empfehlung: easybill oder DATEV mit dediziertem Auftragswesen-Setup. Bei hohem Volumen kommen pauschal-orientierte Tools wie easybill günstiger als Pro-Beleg-Tarife. Eine ERP-Anbindung lohnt sich bei Konfigurationen mit hohem Mehraufwand.

Was die Tools gemeinsam haben – und wo die Unterschiede liegen

Gemeinsam: Alle gelisteten Tools sind 2026 EN-16931-konform, erfüllen XRechnung und ZUGFeRD ab Version 2.0.1 und archivieren GoBD-konform (in den jeweiligen Cloud-Varianten).

AspektWas zu prüfen ist
PeppolNur DATEV, SAP, Microsoft Dynamics nativ. Andere mit Lücken oder Add-on.
DATEV-AnbindungNur DATEV nativ. Andere mit Export-Schnittstelle (ca. 5 Min/Monat zusätzlicher Aufwand).
Mandanten-MultiDATEV und Sage stark. Andere meist Einzel-Mandant.
API für ERPSAP, Microsoft Dynamics, Sage stark. sevdesk/Lexoffice mit Limits.
Internationaler VersandDATEV, SAP, Microsoft Dynamics stark. Andere oft nur DE-Standard.
Bedienbarkeitsevdesk und Lexoffice am besten. DATEV-Module brauchen Schulung.

Die häufigsten Fehler bei der Software-Auswahl

  • Auf den günstigsten Tarif schauen statt auf Workflow-Passung. 5 €/Monat klingt nach Schnäppchen – kostet aber Stunden pro Woche, wenn der Workflow nicht zur Buchhaltung passt. Eine 30-€/Monat-Lösung mit DATEV-Anbindung spart oft 10 Stunden Handarbeit pro Monat.
  • Software kaufen, ohne den Prozess festzulegen. Eine Lizenz ist nutzlos, wenn Buchhaltung und Geschäftsführung nicht wissen, wer wann was macht. Wir machen das Workflow-Konzept, bevor die Software-Wahl getroffen wird.
  • Auf eine Eigenmarken-Empfehlung hereinfallen. Viele Software-Anbieter sind zugleich Beratungs-Partner und empfehlen ihr eigenes Produkt. Wir nutzen kein Affiliate-Modell und keine Hersteller-Bindung – unsere Empfehlung kommt aus 100+ Projekten mit verschiedenen Tools.

Was z1Digital konkret macht – Software-Auswahl-Beratung

Herstellerneutral in vier Schritten:

  1. 1
    Schritt 1

    Bestandsaufnahme

    Wir prüfen: Größe, Rechnungs-Volumen, Buchhaltungs-Anbindung, IT-Kompetenz der Mitarbeitenden, vorhandene Software, internationale Kunden.

  2. 2
    Schritt 2

    Anforderungs-Profil

    Welche Funktionen sind Muss, welche nice-to-have? XRechnung-Versand für Behörden? Peppol für International? DATEV-Anbindung Pflicht?

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    Schritt 3

    Empfehlung mit Begründung

    Wir empfehlen 1–2 Tools mit konkreter Begründung – plus realistischer Total-Cost-of-Ownership (Lizenz + Schulung + Migration).

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    Schritt 4

    Einführung begleiten

    Bei Bedarf vollständige Implementierung mit Stammdaten-Übernahme, Schulungen und Verfahrens-Dokumentation.

Was die Auswahl-Beratung kostet

PaketLeistungPreis nettoMit Förderung ab
Quick-Auswahl1–2 Empfehlungen mit Begründung800 €160 € (BAFA)
Volle Auswahl-Beratung3 Tools im Detail mit TCO2.400 €ab 600 € (BAFA + Beratungsrichtlinie)
Inkl. EinführungVollservice4.500–8.500 €ab 900 €

Weiterführend

Kostenloses Tool

Drei Fragen genügen: Der E-Rechnung-Pflicht-Check zeigt sofort, welche Pflichten ab wann für Sie gelten – ohne Anmeldung.

FAQ

Software-Auswahl: häufige Fragen

Welche Software hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Bei reinen E-Rechnungs-Erstellern: sevdesk (Test-Sieger 2026). Bei DATEV-Mandanten: DATEV Auftragswesen next. Bei Vereinen: Papierkram im Basic-Tarif. Bei Mittelstand mit ERP: die Bestands-Lösung erweitern statt parallele Tools einzuführen.
Sollte ich auf Cloud oder On-Premise gehen?
Cloud für kleine bis mittlere Unternehmen – niedriger IT-Aufwand, automatische Updates für Gesetzes-Änderungen. On-Premise nur, wenn explizit Daten-Hoheit gefordert ist (z.B. regulierte Branchen oder humbee mit eigener Hardware).
Was, wenn ich später wechseln will?
Daten-Export ist bei allen Tools möglich (XML, CSV, PDF). Migrations-Aufwand pro 1.000 Rechnungen ca. 2–4 Stunden. Wir bauen Migrations-Optionen in unsere Empfehlung mit ein – niemand soll in einer Software gefangen sein.
Bietet z1Digital eine eigene Software an?
humbee ist eine Eigenentwicklung im DMS-Bereich – kein eigenständiges E-Rechnungs-Tool. Wir empfehlen humbee nur, wenn es zu den Prozessen passt. In den meisten E-Rechnungs-Beratungen empfehlen wir andere Tools (sevdesk, Lexoffice, DATEV).
Wie unterscheidet sich sevdesk von Lexoffice?
Beide sind im Preis und Funktionsumfang ähnlich. sevdesk ist stärker im Online-Marketing und hat den besseren Test-Sieger-Score 2026. Lexoffice ist stärker in der Buchhaltungs-Tiefe und im DATEV-Workflow. Faustregel: Wer einen Steuerberater mit DATEV nutzt, sollte Lexoffice prüfen.
Was, wenn meine Software-Wahl falsch war?
Der Migrations-Aufwand ist beherrschbar. Aber eine Falsch-Auswahl kostet die Mitarbeitenden Zeit – jede Woche, dauerhaft. Wir empfehlen, in eine 800-€-Auswahl-Beratung zu investieren, bevor eine Software gekauft wird.

Loslegen

Welche E-Rechnung-Software passt zu Ihnen?

Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch nehmen wir Ihre Struktur auf und empfehlen herstellerneutral 1–2 Tools mit ehrlicher Begründung – inklusive Förder-Kalkulation.

Erstgespräch