Beratung & Prozesse · Prozessautomatisierung
Prozessautomatisierung & RPA. Routine-Arbeit raus aus dem Backoffice.
Manuelle Backoffice-Routine wird zum automatischen Workflow – in drei Stufen je nach Komplexität. ROI-Modell vorab, Pilot ab 3.500 €, mit Förderung Eigenanteil ab 1.000 €.
Inhalt
Aktualisiert Mai 2026 · von Martin Hofmann, Geschäftsführer z1Digital
Kurz & direkt
Definition
Prozessautomatisierung
Was Prozessautomatisierung tatsächlich heißt
Drei Verwirrungs-Punkte, die wir in der Beratung oft klären:
Verwirrung 1 – „RPA ist nicht das Gleiche wie KI“
RPA (Robotic Process Automation) sind Software-Bots, die menschliche Klicks und Tastatur-Eingaben in bestehenden Systemen automatisieren. Sie sind regelbasiert – Wenn-dann-Logik. Klassische Anwendung: Daten aus Excel in ein CRM kopieren oder Bestellungen aus E-Mail in ein ERP übertragen.
KI-Automatisierung ist intelligent – sie versteht Inhalte, trifft Entscheidungen mit Wahrscheinlichkeits-Logik, lernt dazu. Klassische Anwendung: eine eingehende E-Mail klassifizieren und dem richtigen Sachbearbeiter zuordnen. In der Praxis kombiniert man oft beides: KI erkennt den Eingangs-Typ, RPA übernimmt die Datenübertragung.
Verwirrung 2 – „Automatisierung ersetzt nicht alle Mitarbeitenden“
Realistisch automatisierbar sind wiederkehrende Routine-Aufgaben mit klaren Regeln. Mitarbeitende werden nicht ersetzt – sie werden von Routine entlastet und können sich auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren.
Verwirrung 3 – „Workflow-Engine ist nicht RPA“
Workflow-Engines sind in DMS- oder ERP-Systemen integriert und steuern die Reihenfolge von Bearbeitungs-Schritten innerhalb dieser Systeme. RPA überbrückt mehrere Systeme – sie macht das, was Mitarbeitende heute manuell tun. Welche Stufe für Sie passt, hängt vom Use Case ab.
Die drei Stufen der Prozessautomatisierung
Stufe 1 – Workflow-Engine in Bestandssystemen
Was es ist: Automatisierungs-Funktionen, die in Ihrem DMS, ERP oder Buchhaltungs-Tool eingebaut sind. Beispiele: automatischer Versand von Mahn-Mails nach X Tagen, automatische Eskalation bei Frist-Ablauf, automatische Buchungs-Vorschläge in DATEV, automatische Aufgaben-Zuordnung in einem CRM.
Kosten: meist im Lizenz-Paket der Software enthalten. Konfigurations-Aufwand pro Workflow 2–8 Stunden Beratung. Empfohlen für: den Erst-Schritt der Automatisierung – 80 % der Mittelstand-Automatisierungs-Bedarfe sind so abgedeckt.
Stufe 2 – RPA-Bots zwischen Systemen
Was es ist: Software-Bots, die mehrere Systeme verbinden. Beispiele: ein Bot kopiert täglich Bestellungen aus einem E-Mail-Postfach in das ERP-System, übernimmt Mitarbeiter-Stamm-Daten aus dem HR-System in die Zeiterfassung oder generiert wöchentliche Reports aus mehreren Systemen.
Tools: Microsoft Power Automate (in Microsoft 365 enthalten oder als Premium), UiPath (Enterprise-orientiert, Free-Tier verfügbar), Make.com (frühere Integromat), n8n (Open Source, kostenfrei), Zapier (für Standard-SaaS-Integrationen).
Kosten: Lizenz 20–80 €/Bot/Monat, Implementations-Aufwand pro Bot 1–3 Beratungstage. Empfohlen für: mittlere Automatisierungs-Bedarfe mit Schnittstellen-Charakter.
Stufe 3 – KI-basierte Automatisierung
Was es ist: Automatisierung mit Entscheidungs-Komponente. KI erkennt den Eingangs-Typ, klassifiziert, extrahiert Daten, leitet weiter. Beispiele: KI erkennt eine eingehende Rechnung und schlägt das Buchungs-Konto vor, klassifiziert eingehende E-Mails nach Anliegen, erstellt Schreib-Entwürfe für Routine-Mails.
Tools: CompanyGPT mit Workflow-Anbindung (z1-Partner-Lösung), Microsoft Copilot mit Power-Automate-Integration, AI-Engines in DMS-Systemen (DocuWare KI, M-Files Aino). Mehr dazu unter KI & CompanyGPT und in den KI-Use-Cases.
Kosten: Lizenz + Implementations-Aufwand ab 8.000 € pro Use Case. Empfohlen für: Bedarf mit Entscheidungs-Logik, die regelbasierte RPA nicht abdecken kann.
Wann welche Stufe Sinn macht
| Use-Case-Typ | Empfohlene Stufe |
|---|---|
| Standard-Workflow innerhalb eines Systems (DMS, ERP) | Stufe 1 – Workflow-Engine |
| Datenfluss zwischen 2–3 Systemen mit klaren Regeln | Stufe 2 – RPA-Bot |
| Eingangs-Klassifikation mit Variation | Stufe 3 – KI |
| Textgenerierung oder Übersetzung | Stufe 3 – KI |
| Bild-/Dokumenten-Analyse | Stufe 3 – KI |
Wie z1Digital Automatisierungs-Projekte umsetzt
Fünf Phasen – mit ROI-Schätzung vor jeder Implementation.
- 1 Phase 1 · 1 Tag
Use-Case-Identifikation
Welche Routinen sind automatisierbar, welche lohnen sich? Ein Halbtages-Workshop mit Ihren Sachbearbeitenden.
- 2 Phase 2 · vor Implementation
ROI-Schätzung
Pro Use Case prüfen wir aktuellen Aufwand, geschätzten Aufwand nach Automatisierung, Implementations- und laufende Kosten sowie den Break-Even-Punkt (typisch 3–18 Monate). Wir starten nur Implementationen, die sich rechnen.
- 3 Phase 3
Stufen-Empfehlung
Wir legen pro Use Case fest, ob Stufe 1 (Workflow-Engine), Stufe 2 (RPA-Bot) oder Stufe 3 (KI) das passende Werkzeug ist.
- 4 Phase 4 · 2–8 Wochen pro Use Case
Implementation
Konfiguration der Workflows oder Bots. Test-Phase mit Pilot-Mitarbeitenden.
- 5 Phase 5
Schulung und Roll-Out
Mitarbeitende lernen den neuen Workflow. Verfahrens-Dokumentation. Produktiv-Start.
Bei einer Excel-Kopier-Aufgabe, die 10 Min/Woche kostet, lohnt sich keine RPA. Bei 5 h/Woche schon. Process Mining zeigt vorab datenbasiert, wo der Hebel wirklich liegt.
Was Automatisierung typisch kostet
| Pilot-Umfang | Bruttokosten | Mit Förderung Eigenanteil |
|---|---|---|
| Quick-Workshop (Use-Case-Identifikation) | 1.800 € | ab 360 € |
| Stufe-1-Workflow-Engine pro Workflow | 1.500–3.500 € | ab 700 € |
| Stufe-2-RPA-Bot pro Bot | 4.500–8.500 € | ab 1.800 € |
| Stufe-3-KI-Automatisierung pro Use Case | 8.000–18.000 € | ab 3.500 € |
| Pilot-Projekt (1 Use Case Stufe 2 oder 3) | 5.000–12.000 € | ab 2.000 € |
Kostenloses Tool
Lohnt sich die Automatisierung? Der Cost-of-Inaction-Rechner zeigt in wenigen Minuten, was Ihre manuellen Routinen pro Jahr kosten — kostenfrei, ohne Anmeldung.
- 30–60 %
- Zeitersparnis pro automatisiertem Prozess (typisch)
- ab 3.500 €
- Pilot-Projekt netto, 1 Use Case
- ab 1.000 €
- Eigenanteil mit BAFA + go-digital-Förderung
- 3–18 Mon.
- typischer Break-Even pro Use Case
Quelle: z1Digital, Stand 2026
Weiterführend
- Hintergrund-Artikel: RPA vs. Prozessautomatisierung
- Datenbasis vor der Automatisierung: Process Mining
- Prozesse vorab schärfen: Prozessoptimierung
- Workflow-Basis: Dokumentenmanagement
- KI-Automatisierung im Detail: KI & CompanyGPT und die KI-Use-Cases
- Strategischer Kontext: Digitalstrategie und der Beratungs-Pillar
- Förderung: BAFA-Förderung im Förder-Hub
FAQ
Prozessautomatisierung: häufige Fragen
Was unterscheidet eine Workflow-Engine von RPA?
Brauchen wir RPA-Spezialisten intern?
Welche Software empfehlen Sie für RPA?
Was kostet eine RPA-Bot-Lizenz?
Können wir auch nur einen Bot anfangen?
Was passiert, wenn ein Bot ausfällt?
Brauchen wir vor RPA erst Process Mining?
Ersetzt Automatisierung Mitarbeitende?
Welche Branchen profitieren am meisten?
Wer ist mein Ansprechpartner?
Loslegen
Welche Routine wollen Sie loswerden?
Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch identifizieren wir automatisierbare Routinen, schätzen den ROI und kalkulieren die Förderung – bevor irgendetwas implementiert wird.