Dokumentenmanagement · Digitale Buchhaltung
Digitale Buchhaltung. Papierlos und DATEV-konform.
Beleg-Erfassung, Verbuchung, Archivierung und Steuer-Kommunikation in einem durchgängigen Workflow – GoBD-konform und audit-fest. Wir begleiten die Umstellung herstellerunabhängig, mit Förderung.
Inhalt
Aktualisiert Juni 2026 · ca. 9 Min. Lesezeit · von Martin Hofmann, Geschäftsführer z1Digital
Kurz & direkt
Was digitale Buchhaltung von „normaler Buchhaltung mit Computer" unterscheidet
Drei Stufen der Buchhaltungs-Digitalisierung:
Stufe 1 – „Computer-Buchhaltung" (1990er-Standard)
Belege werden auf Papier empfangen, in einem Aktenordner gesammelt, monatlich an den Steuerberater geschickt. Der Steuerberater tippt die Daten in DATEV ein. Status: überholt, aber bei sehr kleinen Betrieben noch verbreitet.
Stufe 2 – „Digitale Belege" (Standard im KMU heute)
Eingangsrechnungen werden gescannt und in DATEV Belege online oder ähnliches hochgeladen. Der Steuerberater verbucht digital. Status: Mindeststandard 2026 für KMU mit Steuerberater-Anbindung.
Stufe 3 – „Vollständig digitale Buchhaltung" (Pflicht ab 2025/2027)
Eingangs- und Ausgangs-Rechnungen sind E-Rechnungen (XRechnung/ZUGFeRD), die Verbuchung läuft teil-automatisch mit KI-Vorschlägen, die Archivierung ist GoBD-konform, Mandant und Steuerberater sehen dieselben Daten in Echtzeit. Status: Pflicht ab 2027/2028 für die meisten B2B-Akteure.
Definition
Digitale Buchhaltung
Die vier Module digitaler Buchhaltung
Modul 1 – Erstellung und Erfassung von Belegen
Eingangs-Belege: E-Rechnungen werden direkt in die Buchhaltung übernommen (kein Tippen mehr), Papier-Belege gescannt und mit OCR ausgelesen, KI liefert Vorschläge für Buchungs-Konten.
Ausgangs-Belege: Eigene Rechnungen werden direkt als E-Rechnung erstellt (ZUGFeRD oder XRechnung), der Versand-Workflow ist in DATEV Auftragswesen next oder vergleichbar integriert. Die Versand-Pflicht greift ab 01.01.2027 (über 800.000 € Umsatz) bzw. 01.01.2028 (alle übrigen). Mehr dazu auf der E-Rechnung-Pillar.
Modul 2 – GoBD-konforme Archivierung
Alle Buchungsbelege müssen 10 Jahre revisionssicher aufbewahrt werden. Standard-Cloud-Speicher reicht nicht. Mehr dazu unter Digitale Archivierung GoBD-konform.
Modul 3 – Verfahrens-Dokumentation
GoBD-Pflicht: schriftliche Dokumentation des Buchhaltungs-Prozesses inklusive Workflows, Zugriffs-Berechtigungen und Sicherungs-Konzept. Typisch 15–25 Seiten. Wir erstellen die Vorlage und passen sie auf Ihre konkrete Situation an.
Modul 4 – Förderungs-Begleitung
Die Umstellung ist mehrfach förderfähig: BAFA-Unternehmensberatung für den Beratungs-Anteil, die Thüringer Beratungsrichtlinie sowie go-digital für die Software-Einführung. Den passenden Förder-Mix kalkulieren wir im Erstgespräch.
Was z1Digital konkret macht
Wir beraten unabhängig zwischen Software-Wahl und DATEV-Anbindung – von der Bestandsaufnahme bis zur Schulung.
- 1 1–2 Tage
Status-Check Ihrer aktuellen Buchhaltung
Welche Software ist im Einsatz? Wie läuft der Beleg-Workflow zwischen Mandant und Steuerberater? Welche der drei Digitalisierungs-Stufen trifft auf Sie zu? Welche E-Rechnungs-Vorbereitung ist bereits da?
- 2
Software-Empfehlung
Abhängig von Größe und Bestands-Software: Solo-Selbstständig (1–3 MA) → sevdesk oder Lexoffice ab 7,90 €/Monat. KMU 4–20 MA mit Steuerberater → DATEV Unternehmen online + Belege online + Auftragswesen next. Mittelstand 20+ MA mit ERP → SAP, Microsoft Dynamics oder Sage mit DATEV-Schnittstelle. Verbände/Vereine → Lexoffice oder Wiseware.
- 3
Implementation und Anbindung
Setup der Software, Anbindung an DATEV oder den jeweiligen Steuerberater-Workflow, Migration der Bestands-Daten (Lieferanten, Kunden, Konten-Rahmen) und Einrichtung des E-Rechnungs-Workflows.
- 4
Mitarbeiter-Schulung
2-Stunden-Praxis-Schulung pro Mitarbeitendem zur effektiven Nutzung – analog zur Anwender-Schulung für Microsoft Copilot, auf DATEV angepasst.
Für DATEV-Mandanten gehen wir auf die DATEV-E-Rechnungs-Anbindung im Detail ein; die Anwender-Schulung zu Microsoft Copilot und CompanyGPT lässt sich analog auf DATEV anpassen.
Referenzen aus der Praxis: Bei IBT Bindlach war die digitale Buchhaltung mit GoBD-konformer Belegdigitalisierung und Steuerberater-Schnittstelle die erste Phase der Digitalisierung. Bei KEYNES ersetzte der automatisierte DATEV-Export die manuelle, fehleranfällige Übergabe an die Steuerberatung, und beim Bildungswerk ver.di Thüringen wurde die Buchhaltung in die Gesamtprozesse eingebettet statt als Inseltool.
Konkretes Pricing-Modell aus z1-Erfahrung
| Betrieb | Beratungs-Aufwand | Software-Lizenz | Mit Förderung Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Solo-Selbstständig (1–3 MA) | ab 800 € netto | sevdesk/Lexoffice ab 8 €/Monat | ab 160 € |
| Kleinbetrieb (4–10 MA) | ab 3.000 € netto | DATEV-Module ab 50 €/Monat | ab 1.000 € |
| Mittelstand (10–30 MA) | ab 5.500 € netto | DATEV oder ERP-Erweiterung ab 150 €/Monat | ab 1.800 € |
| Mittelstand (30+ MA) | ab 8.500 € netto | ERP-Integration variabel | ab 2.800 € |
- 4 Module
- von Beleg-Erfassung bis Förderung
- 10 Jahre
- GoBD-konforme Aufbewahrung der Belege
- ab 3.000 €
- Beratungs-Aufwand für bis 10 MA
- ab 1.000 €
- Eigenanteil mit Förder-Mix (4–10 MA)
Quelle: Pricing-Modell z1Digital, KMU 4–10 MA, 2026
Weiterführend
- Dokumentenmanagement als strategischer Überblick über den DMS-Bereich.
- E-Rechnung – die Pflicht-Grundlage für Ein- und Ausgangs-Belege.
- Digitale Archivierung – die GoBD-konforme Aufbewahrung Ihrer Belege.
- DMS-Vergleich 2026 – passende Systeme für Ihren Dokumenten-Workflow.
- Branche Steuerberater – DATEV-zentrierte Buchhaltung in der Kanzlei.
- BAFA-Förderung – den Beratungs-Anteil fördern lassen.
Die DATEV-E-Rechnung im Detail behandeln wir in einem eigenen Beitrag.
FAQ
Digitale Buchhaltung: häufige Fragen
Brauchen wir einen Steuerberater für digitale Buchhaltung?
Müssen wir ab 2027 wirklich E-Rechnungen versenden?
Welche Belege müssen wir scannen?
Wie lange dauert die Umstellung auf digitale Buchhaltung?
Was kostet eine Buchhaltungs-Beratung konkret?
Funktioniert das auch ohne DATEV?
Bekommen wir auch Hilfe bei der Lohnbuchhaltung?
Was, wenn unser Steuerberater nicht digital ist?
Wer ist mein Ansprechpartner?
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Bereit für papierlose Buchhaltung?
Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch klären wir Ihre Digitalisierungs-Stufe, empfehlen die passende Software und kalkulieren direkt die Förderung.