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Branchen · Handwerk

Digitalisierung im Handwerk. Backoffice, Auftragsabwicklung, Förderung. 

Handwerksbetriebe stehen vor denselben Digitalisierungs-Themen wie der übrige Mittelstand — Auftragsabwicklung, DMS, E-Rechnung, KI-Schulungspflicht, Förderung. Wir beraten selektiv, wenn das Projekt zur Beratungs-Tiefe passt.

Inhalt

Aktualisiert Juni 2026 · von Martin Hofmann, Geschäftsführer z1Digital

Kurz & direkt

Handwerksbetriebe stehen vor den gleichen Digitalisierungs-Themen wie der übrige Mittelstand: Auftragsabwicklung mit Mobile-App, DMS für Auftrags-Akten, E-Rechnung-Pflicht ab 2027, KI-Schulungspflicht seit 02.02.2025, Förderung über HWK und ThEx Wirtschaft 4.0. z1Digital ist Handwerk-Berater selektiv — wir nehmen Anfragen an, wenn das Projekt zur Beratungs-Tiefe passt. Bestandskunden in Thüringen: Lausch & Lausch Kälteservice (Arnstadt) und RT — Existenzsicherung im Handwerk und Gewerbe.

Warum Digitalisierung im Handwerk zählt

Das Handwerk steht vor einer klaren Rechnung: Fachkräftemangel und volle Auftragsbücher treffen auf einen Backoffice-Aufwand, der viele Betriebe unnötig ausbremst. Wer Angebote, Aufträge und Rechnungen noch überwiegend auf Papier oder in Excel führt, verliert Zeit an Doppelerfassung, Sucharbeit und verspätete Rechnungsstellung – Zeit, die im Fachkräfte-engen Markt an keiner anderen Stelle mehr aufzuholen ist.

Institutionen wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), die Handwerkskammern und das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk beschreiben denselben Kern: Digitalisierung im Handwerk ist kein Selbstzweck und kein IT-Großprojekt, sondern die pragmatische Beseitigung von Reibung im Alltag – papierarme Auftrags-Akten, automatisierte Belegflüsse, mobile Auftragsabwicklung auf der Baustelle. Der Hebel liegt selten in Hochtechnologie, sondern in wenigen, gut gewählten Werkzeugen, die konsequent genutzt werden.

Genau so gehen wir das Thema an: ohne Overhead, ohne Software-Zoo, mit Blick darauf, was einem konkreten Betrieb im Tagesgeschäft wirklich Zeit spart.

Drei Pain Points eines Handwerksbetriebs

1. Auftrags-Verwaltung auf Papier oder in Excel

Aufträge werden in Notizbüchern, Excel-Listen oder einfachen Auftrags-Zetteln geführt. Bei größeren Betrieben (10+ Mitarbeitende) wird das schnell unhandhabbar — fehlende Übersicht, doppelte Aufträge, Rechnungs-Verzögerungen.

2. E-Rechnungs-Empfangs-Pflicht seit 01.01.2025

Auch sehr kleine Handwerksbetriebe müssen seit 2025 E-Rechnungen empfangen können. Ab 01.01.2027 (Vorjahres-Umsatz über 800.000 €) bzw. 2028 (alle übrigen) auch versenden. Mehr: E-Rechnung.

3. Förderung wird nicht ausgeschöpft

Thüringer Handwerksbetriebe haben Zugang zu vielen Förderprogrammen — BAFA, go-digital, Thüringer Beratungsrichtlinie, DigitalCoach im Thüringer Handwerk (HWK Südthüringen mit 160.000 € Landes-Förderung). Aber viele wissen nicht, wie sie diese kombinieren.

Die vier pragmatischen Digitalisierungs-Hebel

Für Handwerksbetriebe lohnt es sich, nicht alles auf einmal zu digitalisieren, sondern die wenigen Hebel mit dem größten Zeitgewinn zuerst anzupacken. Vier davon haben sich in der Praxis bewährt:

HebelWas er bringt
DMS / papierarmes BüroPro Auftrag eine durchsuchbare Akte statt Ordner-Chaos: Angebot, Bestellung, Rechnung, Foto-Dokumentation und Korrespondenz an einem Ort. Weniger Sucharbeit, schnellere Rechnungsstellung.
E-Rechnung-PflichtEmpfang seit 2025 Pflicht, Versand ab 2027/2028. Wer die Handwerker-Software früh auf ZUGFeRD einstellt, vermeidet Last-Minute-Stress und akzeptiert Kunden-E-Rechnungen ohne Medienbruch.
Digitale BuchhaltungBelege wandern digital vom Betrieb zum Steuerberater — kein Schuhkarton mehr, weniger Rückfragen, aktuellere Zahlen. Grundlage für einen sauberen E-Rechnungs-Workflow.
ProzessdigitalisierungMobile Auftragsabwicklung und Zeiterfassung direkt auf der Baustelle, statt abends abzutippen. Spart doppelte Erfassung und macht die Kalkulation belastbarer.

Zwei dieser Hebel haben wir mit eigenen Seiten hinterlegt: die E-Rechnung und die digitale Buchhaltung. Beides greift ineinander — ein digitaler Belegfluss ist die Voraussetzung dafür, dass E-Rechnungen ohne manuelles Nacharbeiten verbucht werden.

Was z1Digital für Handwerksbetriebe macht

1. Handwerker-Software-Auswahl

Wir kennen den Markt und empfehlen neutral:

SoftwareStärkenGeeignet für
TAIFUNEtabliert, vollständige Auftragsabwicklung + LohnbuchhaltungMittelstand-Handwerker 5–30 MA
KWPCloud-basiert, mobile App-StärkeWachsende Betriebe
openhandwerkOpen-Source mit DATEV-AnbindungDATEV-affine Betriebe
GernothBranchen-spezifische SchwerpunkteSpezial-Gewerke
humbeeIntegriertes DMS für mittlere HandwerksbetriebeWenn DMS-Schwerpunkt wichtiger als reine Auftragsverwaltung

2. DMS für Auftrags-Akten

Pro Auftrag eine durchsuchbare Akte mit Angebot, Bestellungen, Rechnungen, Foto-Dokumentation, Korrespondenz. Für mittlere Betriebe oft mit humbee als integrierter Plattform. Der praktische Effekt zeigt sich im Alltag: Wer die Baustellen-Fotos, die Lieferscheine und die Kunden-Korrespondenz eines Auftrags an einem Ort hat, findet Gewährleistungs-Nachweise Jahre später in Sekunden und muss bei Rückfragen nicht mehr im Ordner-Regal suchen. Das ist gelebte Zeitersparnis, kein IT-Projekt um seiner selbst willen. Mehr: Dokumentenmanagement.

3. E-Rechnungs-Setup

Empfangs-Pflicht seit 2025 erfüllen + Versand-Vorbereitung für 2027/2028. Wir konfigurieren Ihre Handwerker-Software auf ZUGFeRD-Versand und richten den Empfangs-Weg so ein, dass eingehende E-Rechnungen ohne Medienbruch in der Buchhaltung landen. Für Kleinunternehmer nach § 19 UStG entfällt die Versand-Pflicht dauerhaft — der Empfang bleibt aber Pflicht. Mehr: E-Rechnung. Den durchgängigen Beleg-Workflow bis zum Steuerberater beschreibt unsere Seite Digitale Buchhaltung.

4. Förder-Antrags-Begleitung

  • BAFA für die Beratungs-Anteile (bis 80 % in Thüringen)
  • go-digital für Software-Einführung
  • Thüringer Beratungsrichtlinie für Tagessätze
  • DigitalCoach Thüringer Handwerk (HWK Südthüringen) — Komplementär-Programm

Warum wir Handwerk selektiv beraten

Wir sind ehrlich: Handwerk ist nicht unsere aktiv umworbene Kern-Branche. Unser Schwerpunkt liegt bei Verbänden, Bildungsträgern und dem prozessgetriebenen Mittelstand. Für Handwerksbetriebe arbeiten wir deshalb selektiv und auf Inbound-Basis — wir nehmen Anfragen an, wenn das Projekt zur Beratungs-Tiefe passt und ein echter Beratungs-Bedarf besteht.

Der Grund ist kein Desinteresse, sondern Passung. Bei einer reinen Software-Frage ohne Prozess-Kontext — „Welches Programm soll ich kaufen?“ — sind lokale Handwerker-Software-Partner oder die kostenfreie Erstberatung von HWK und ThEx oft der schnellere Weg, und darauf verweisen wir dann auch offen. Wo wir echten Mehrwert bringen, ist die Kombination aus Prozess-Beratung, DMS-Einführung, E-Rechnungs-Setup und Förder-Begleitung aus einer Hand. Genau dort — bei pragmatischer Digitalisierung ohne Overhead — passt die Zusammenarbeit.

Komplementäre Anbieter in Thüringen — wo wir uns abgrenzen

AnbieterWas sie machenWo z1Digital komplementär ist
HWK Erfurt/SüdthüringenInnungs-Beratung für MitgliederWir sind privat, nicht an HWK-Mitgliedschaft gebunden
ThEx Digitales HandwerkKostenfreie ErstberatungWir machen die bezuschusste Umsetzung
HWK-DigitalCoachFörderung für interne Digitalisierungs-Begleiter (160.000 € Programm)Wir sind externer Beratungs-Partner — kann mit DigitalCoach kombiniert werden
TAIFUN/KWP VertriebeVerkaufen ihre SoftwareWir empfehlen herstellerneutral

Bestandskunden

Lausch & Lausch Kälteservice GbR (Arnstadt)

Handwerksbetrieb im Ilm-Kreis. Beratung zu Auftragsabwicklung und DMS-Einführung.

RT — Existenzsicherung im Handwerk und Gewerbe

Handwerks-Verein-Bestandskunde. Beratung zu Mitgliederverwaltung und Förder-Beratung.

Pricing-Indikation

LeistungBruttokostenMit Förderung
Quick-Software-Auswahl (2 Tage)1.800 €mit BAFA: ab 360 €
Vollständige Strategie + Software-Einführung8.500 €mit Förder-Mix: ab 3.000 €
KI-Grundschulung 10 MA2.400 €mit ESF Plus: ab 1.200 €

Telefonisch erreichen Sie uns unter Stefan Lausch · +49 (0)361 2300 11-56. Mehr über uns, zur Übersicht aller Branchen.

seit 2025
E-Rechnungs-Empfang Pflicht für jeden B2B-Betrieb
bis 80 %
BAFA-Förderquote auf Beratungs-Anteile in Thüringen
selektiv
Handwerk beraten wir auf Inbound-Basis
100+
Digitalisierungs-Projekte durch z1Digital

Quelle: z1Digital, 2026

Quellen

FAQ

Häufige Fragen — speziell für Handwerksbetriebe

Wir sind ein kleiner Betrieb mit 5 Mitarbeitenden — lohnt sich Digitalisierung?
Ja, aber gezielt. Bei kleinen Betrieben empfehlen wir typisch: einfache Handwerker-Software (KWP, openhandwerk) + sevdesk oder Lexoffice für die Buchhaltung + Cloud-DMS (humbee Basis-Variante oder Lexware). Beratungs-Aufwand ab 2.500 € netto, mit Förderung ab 500 €.
Müssen wir auch E-Rechnungen versenden können?
Empfangs-Pflicht seit 01.01.2025. Versand: ab 01.01.2027 wenn Vorjahres-Umsatz über 800.000 €, ab 01.01.2028 alle übrigen. Bei sehr kleinen Handwerksbetrieben mit Kleinunternehmer-Status nach § 19 UStG: dauerhaft befreit vom Versand.
Was ist mit dem DigitalCoach im Thüringer Handwerk?
Das ist ein HWK-Programm mit 160.000 € Landes-Förderung — interne Mitarbeitende werden zu „DigitalCoaches" qualifiziert, die den Betrieb auf dem Digitalisierungs-Weg begleiten. Komplementär zu unserer externen Beratung — kann gut kombiniert werden.
Wie schnell läuft eine Software-Einführung?
Reine Handwerker-Software: 6–10 Wochen. Mit DMS und Schulung: 3–4 Monate.
Wer ist mein Ansprechpartner?
Stefan Lausch (Geschäftsführer). Mehr unter Über uns.
Beraten Sie auch Handwerksbetriebe außerhalb Thüringens?
Selektiv. Bei klarem Beratungs-Bedarf gerne — Reisekosten kommen dazu. Bei reiner Software-Auswahl ohne tiefen Beratungs-Bezug verweisen wir auf lokale Anbieter Ihrer Region.

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Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch klären wir, wo Software, DMS und Förderung den größten Hebel bringen — herstellerneutral und förderfähig.

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