Branchen · Handwerk
Digitalisierung im Handwerk. Backoffice, Auftragsabwicklung, Förderung.
Handwerksbetriebe stehen vor denselben Digitalisierungs-Themen wie der übrige Mittelstand — Auftragsabwicklung, DMS, E-Rechnung, KI-Schulungspflicht, Förderung. Wir beraten selektiv, wenn das Projekt zur Beratungs-Tiefe passt.
Inhalt
Aktualisiert Juni 2026 · von Martin Hofmann, Geschäftsführer z1Digital
Kurz & direkt
Warum Digitalisierung im Handwerk zählt
Das Handwerk steht vor einer klaren Rechnung: Fachkräftemangel und volle Auftragsbücher treffen auf einen Backoffice-Aufwand, der viele Betriebe unnötig ausbremst. Wer Angebote, Aufträge und Rechnungen noch überwiegend auf Papier oder in Excel führt, verliert Zeit an Doppelerfassung, Sucharbeit und verspätete Rechnungsstellung – Zeit, die im Fachkräfte-engen Markt an keiner anderen Stelle mehr aufzuholen ist.
Institutionen wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), die Handwerkskammern und das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk beschreiben denselben Kern: Digitalisierung im Handwerk ist kein Selbstzweck und kein IT-Großprojekt, sondern die pragmatische Beseitigung von Reibung im Alltag – papierarme Auftrags-Akten, automatisierte Belegflüsse, mobile Auftragsabwicklung auf der Baustelle. Der Hebel liegt selten in Hochtechnologie, sondern in wenigen, gut gewählten Werkzeugen, die konsequent genutzt werden.
Genau so gehen wir das Thema an: ohne Overhead, ohne Software-Zoo, mit Blick darauf, was einem konkreten Betrieb im Tagesgeschäft wirklich Zeit spart.
Drei Pain Points eines Handwerksbetriebs
1. Auftrags-Verwaltung auf Papier oder in Excel
Aufträge werden in Notizbüchern, Excel-Listen oder einfachen Auftrags-Zetteln geführt. Bei größeren Betrieben (10+ Mitarbeitende) wird das schnell unhandhabbar — fehlende Übersicht, doppelte Aufträge, Rechnungs-Verzögerungen.
2. E-Rechnungs-Empfangs-Pflicht seit 01.01.2025
Auch sehr kleine Handwerksbetriebe müssen seit 2025 E-Rechnungen empfangen können. Ab 01.01.2027 (Vorjahres-Umsatz über 800.000 €) bzw. 2028 (alle übrigen) auch versenden. Mehr: E-Rechnung.
3. Förderung wird nicht ausgeschöpft
Thüringer Handwerksbetriebe haben Zugang zu vielen Förderprogrammen — BAFA, go-digital, Thüringer Beratungsrichtlinie, DigitalCoach im Thüringer Handwerk (HWK Südthüringen mit 160.000 € Landes-Förderung). Aber viele wissen nicht, wie sie diese kombinieren.
Die vier pragmatischen Digitalisierungs-Hebel
Für Handwerksbetriebe lohnt es sich, nicht alles auf einmal zu digitalisieren, sondern die wenigen Hebel mit dem größten Zeitgewinn zuerst anzupacken. Vier davon haben sich in der Praxis bewährt:
| Hebel | Was er bringt |
|---|---|
| DMS / papierarmes Büro | Pro Auftrag eine durchsuchbare Akte statt Ordner-Chaos: Angebot, Bestellung, Rechnung, Foto-Dokumentation und Korrespondenz an einem Ort. Weniger Sucharbeit, schnellere Rechnungsstellung. |
| E-Rechnung-Pflicht | Empfang seit 2025 Pflicht, Versand ab 2027/2028. Wer die Handwerker-Software früh auf ZUGFeRD einstellt, vermeidet Last-Minute-Stress und akzeptiert Kunden-E-Rechnungen ohne Medienbruch. |
| Digitale Buchhaltung | Belege wandern digital vom Betrieb zum Steuerberater — kein Schuhkarton mehr, weniger Rückfragen, aktuellere Zahlen. Grundlage für einen sauberen E-Rechnungs-Workflow. |
| Prozessdigitalisierung | Mobile Auftragsabwicklung und Zeiterfassung direkt auf der Baustelle, statt abends abzutippen. Spart doppelte Erfassung und macht die Kalkulation belastbarer. |
Zwei dieser Hebel haben wir mit eigenen Seiten hinterlegt: die E-Rechnung und die digitale Buchhaltung. Beides greift ineinander — ein digitaler Belegfluss ist die Voraussetzung dafür, dass E-Rechnungen ohne manuelles Nacharbeiten verbucht werden.
Was z1Digital für Handwerksbetriebe macht
1. Handwerker-Software-Auswahl
Wir kennen den Markt und empfehlen neutral:
| Software | Stärken | Geeignet für |
|---|---|---|
| TAIFUN | Etabliert, vollständige Auftragsabwicklung + Lohnbuchhaltung | Mittelstand-Handwerker 5–30 MA |
| KWP | Cloud-basiert, mobile App-Stärke | Wachsende Betriebe |
| openhandwerk | Open-Source mit DATEV-Anbindung | DATEV-affine Betriebe |
| Gernoth | Branchen-spezifische Schwerpunkte | Spezial-Gewerke |
| humbee | Integriertes DMS für mittlere Handwerksbetriebe | Wenn DMS-Schwerpunkt wichtiger als reine Auftragsverwaltung |
2. DMS für Auftrags-Akten
Pro Auftrag eine durchsuchbare Akte mit Angebot, Bestellungen, Rechnungen, Foto-Dokumentation, Korrespondenz. Für mittlere Betriebe oft mit humbee als integrierter Plattform. Der praktische Effekt zeigt sich im Alltag: Wer die Baustellen-Fotos, die Lieferscheine und die Kunden-Korrespondenz eines Auftrags an einem Ort hat, findet Gewährleistungs-Nachweise Jahre später in Sekunden und muss bei Rückfragen nicht mehr im Ordner-Regal suchen. Das ist gelebte Zeitersparnis, kein IT-Projekt um seiner selbst willen. Mehr: Dokumentenmanagement.
3. E-Rechnungs-Setup
Empfangs-Pflicht seit 2025 erfüllen + Versand-Vorbereitung für 2027/2028. Wir konfigurieren Ihre Handwerker-Software auf ZUGFeRD-Versand und richten den Empfangs-Weg so ein, dass eingehende E-Rechnungen ohne Medienbruch in der Buchhaltung landen. Für Kleinunternehmer nach § 19 UStG entfällt die Versand-Pflicht dauerhaft — der Empfang bleibt aber Pflicht. Mehr: E-Rechnung. Den durchgängigen Beleg-Workflow bis zum Steuerberater beschreibt unsere Seite Digitale Buchhaltung.
4. Förder-Antrags-Begleitung
- BAFA für die Beratungs-Anteile (bis 80 % in Thüringen)
- go-digital für Software-Einführung
- Thüringer Beratungsrichtlinie für Tagessätze
- DigitalCoach Thüringer Handwerk (HWK Südthüringen) — Komplementär-Programm
Warum wir Handwerk selektiv beraten
Wir sind ehrlich: Handwerk ist nicht unsere aktiv umworbene Kern-Branche. Unser Schwerpunkt liegt bei Verbänden, Bildungsträgern und dem prozessgetriebenen Mittelstand. Für Handwerksbetriebe arbeiten wir deshalb selektiv und auf Inbound-Basis — wir nehmen Anfragen an, wenn das Projekt zur Beratungs-Tiefe passt und ein echter Beratungs-Bedarf besteht.
Der Grund ist kein Desinteresse, sondern Passung. Bei einer reinen Software-Frage ohne Prozess-Kontext — „Welches Programm soll ich kaufen?“ — sind lokale Handwerker-Software-Partner oder die kostenfreie Erstberatung von HWK und ThEx oft der schnellere Weg, und darauf verweisen wir dann auch offen. Wo wir echten Mehrwert bringen, ist die Kombination aus Prozess-Beratung, DMS-Einführung, E-Rechnungs-Setup und Förder-Begleitung aus einer Hand. Genau dort — bei pragmatischer Digitalisierung ohne Overhead — passt die Zusammenarbeit.
Komplementäre Anbieter in Thüringen — wo wir uns abgrenzen
| Anbieter | Was sie machen | Wo z1Digital komplementär ist |
|---|---|---|
| HWK Erfurt/Südthüringen | Innungs-Beratung für Mitglieder | Wir sind privat, nicht an HWK-Mitgliedschaft gebunden |
| ThEx Digitales Handwerk | Kostenfreie Erstberatung | Wir machen die bezuschusste Umsetzung |
| HWK-DigitalCoach | Förderung für interne Digitalisierungs-Begleiter (160.000 € Programm) | Wir sind externer Beratungs-Partner — kann mit DigitalCoach kombiniert werden |
| TAIFUN/KWP Vertriebe | Verkaufen ihre Software | Wir empfehlen herstellerneutral |
Bestandskunden
Lausch & Lausch Kälteservice GbR (Arnstadt)
Handwerksbetrieb im Ilm-Kreis. Beratung zu Auftragsabwicklung und DMS-Einführung.
RT — Existenzsicherung im Handwerk und Gewerbe
Handwerks-Verein-Bestandskunde. Beratung zu Mitgliederverwaltung und Förder-Beratung.
Pricing-Indikation
| Leistung | Bruttokosten | Mit Förderung |
|---|---|---|
| Quick-Software-Auswahl (2 Tage) | 1.800 € | mit BAFA: ab 360 € |
| Vollständige Strategie + Software-Einführung | 8.500 € | mit Förder-Mix: ab 3.000 € |
| KI-Grundschulung 10 MA | 2.400 € | mit ESF Plus: ab 1.200 € |
Telefonisch erreichen Sie uns unter Stefan Lausch · +49 (0)361 2300 11-56. Mehr über uns, zur Übersicht aller Branchen.
- seit 2025
- E-Rechnungs-Empfang Pflicht für jeden B2B-Betrieb
- bis 80 %
- BAFA-Förderquote auf Beratungs-Anteile in Thüringen
- selektiv
- Handwerk beraten wir auf Inbound-Basis
- 100+
- Digitalisierungs-Projekte durch z1Digital
Quelle: z1Digital, 2026
Quellen
- Wachstumschancengesetz, § 14 UStG – gesetzliche Grundlage der E-Rechnungs-Pflicht ab 2025
- EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689), Art. 4 – KI-Kompetenz der Beschäftigten, verpflichtend seit 02.02.2025 · abgerufen 07/2026
FAQ
Häufige Fragen — speziell für Handwerksbetriebe
Wir sind ein kleiner Betrieb mit 5 Mitarbeitenden — lohnt sich Digitalisierung?
Müssen wir auch E-Rechnungen versenden können?
Was ist mit dem DigitalCoach im Thüringer Handwerk?
Wie schnell läuft eine Software-Einführung?
Wer ist mein Ansprechpartner?
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Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch klären wir, wo Software, DMS und Förderung den größten Hebel bringen — herstellerneutral und förderfähig.